Dipl.-Ing. (FH) Jan P. Viesel
21.Marz 2001

"Laudatio in die post-römische Vergangenheit

 Viele Dinge passieren in einem einzigen Leben. Die Welt ändert sich, die Menschen ändern sich, die Zeiten ändern sich. Dennoch sind die wirklich wichtigen Augenblicke im Leben eines Menschen schnell erfasst. Ja, sogar deren Bedeutung für das Leben des einzelnen ändern sich von Abschnitt zu Abschnitt. Warum sollte man es sich dann nicht einfach machen und alles relativieren, desinteressiert, wehmütig oder zynisch ignorieren, dass eine Einrichtung wie die Fachhochschule Trier (die hieß damals noch so) eine Mitarbeiterzeitung hat und man von einem geschätzten Professor um einen Artikel gebeten wird.

 Der Einfluss der Vergangenheit auf das tägliche Leben ist ungeheuer groß. Allein der Lebensstandard basiert auf der Vergangenheit, auch wenn man nicht für vergangene Leistungen bezahlt wird - wohl aber bezahlt worden ist.

 Aber ich erinnere mich auch an Freunde, denen ich heute noch schreibe, die heute noch treffe. Diese hat mit die Fachhochschule Trier ermöglicht. Ich erinnere mich an meine Reisen nach Asien und den Rest der Welt. Ohne die Fachhochschule Trier undenkbar.

 

Professoren gibt es natürlich auch, welche die schon dort waren, als ich kam und solche, die noch dort sind, nachdem ich weg bin. Immer ein verschmitztes Lächeln um die Lippen, manchmal auch ein schallendes Lachen begleiten die Erinnerungen. Jeder ist ein Individuum mit Macken, die sympathisch machen.

 

Als Kritik möchte ich anmerken, dass ich es als unwürdig den fleißigen erfolgreichen ernsthaften Studenten gegenüber empfand, dass erst ein richtiger Student war, der auch das Vordiplom bestanden hatte. Davor wurde gesiebt! Wie sollte man auch erkennen, ob man nun einen guten Studenten oder nicht vor sich hatte? Damals - Anfang 1990 waren die Zahlen noch in Ordnung.

 

Vor allem aber und das ist sicherlich das wertvollste und auch mein Motiv für diesen Beitrag: ich hatte nie das Gefühl, dass meine Ausbildung schlecht war. Nicht einmal musste mir sagen: hätte man mir das bloß gesagt. Ich verließ nach 6+2 Semestern Maschinenbau den Schneidershof bereit für die Praxis, die mich in die Auftragsabwicklung, CAD-Systembetreuung, Entwicklung und den Vertrieb verschlug. Selbstverständlich immer auch mit persönlichen Fehlern, aber auch Erfolgen begleitet - jedoch vor allem auf der soliden Basis der Fachhochschule Trier.

 

Zwei Menschen möchte ich besonders hervorheben:

Prof. Dr. Hanns Köhler, der meine Diplomarbeit betreute und der mir zeigte, wie man sich geschickt verhält und wie ich erfolgreich Denken (!) und Arbeiten kann.

Prof. Dr. Wolfgang Blankenforth, der mit seinem Engagement für AkTIM den Weg bereitete für den Blick über den Tellerrand. Auch nach sieben Jahren Berufserfahrung von unschätzbarem Wert.

 

Die Methoden, die Anforderungen und die Umstände haben sich geändert, ändern sich und werden sich ändern. Die Qualität der Ausbildung zu erhalten und junge Menschen nachhaltig auf ein Arbeitsleben vorzubereiten, dass länger andauern wird, wie sie schon gelebt haben ist sehr schwierig. Die Fachhochschule Trier hat gezeigt, dass sie diese Aufgabe erfolgreich umsetzt."

inoffizielle Anmerkung seitens Dipl.-Ing. (FH) Jan P. Viesel:
"Eine Selbstdarstellung wollte ich nicht schreiben, daher auch kein Wort über die 30 (!) offenen Stellen bei 500 MA an beiden Standorten."

Bewerbungen über J.Viesel@t-online.de


als AkTIM-Student! (2. von rechts)

 

zu Beginn seiner Karriere:

images/aktimjanviesel2000.jpg (86615 Byte) AkTIM FH-Trier-Absolvent Dipl.-Ing.(FH) Jan P. Viesel  (Mitarbeiter werden gesucht)