"Innovator"/Neuerer

A. Vorweg  "Selbstkritik"
     zur Vermeidung eines Überheblichkeitseindrucks:


In meiner Hochschullehre erhielt ich durchweg die schlechte Bewertung einer "Zitrone", also war - leider - Schlusslicht!
Dies ebenfalls in FH-Rundfragen. So auch bei der Bewertung "Mein Prof".

Ich besaß leider nicht die Stärke durch Souveränität. In die Gremien wurde ich nie (selbst wenn ich Interesse hatte) mangels Vertrauen gewählt. In Fachbereichen wie Maschinenbau, Mode, Versorgungstechnik, insbesondere Angewandte Informatik, zuletzt auch Elektrotechnik wurden mir die Deputatstunden entzogen. Das hätte gewiss auch in meinem Hauptbereich Lebensmitteltechnik geschehen können.

Bei der freien Fächerwahl durch die Studierenden erhielt ich die wenigsten Anmeldungen (... wenn auch sehr aufgeschlossene Studierende ...).

Dabei sollte ich mich nicht mit manchen Argumenten zu meinen Gunsten aufhalten (wie gut gemeinte Äußerungen eines Studierenden Baur von Angewandte Informatik: "Sie können sich noch so viel anstrengen, Sie haben als BWL-Professor keine Chancen bei Ingenieuren und Informatikern!" (Er hatte Recht - ich lebte von Illusionen ...)
Oder: Studierende des Mode-Fachbereichs kamen nachts bzw. morgens von einer Begegnung mit dem berühmten "Modeschöpfer Karl Lagerfeld" aus Paris zurück. Die "Mode-Künstler" mussten nun morgens an einer Marketingklausur bei mir teilnehmen. Ohne harte Vorbereitung. Klausurergebnis: mangelhaft. Der Fehler "lag dann natürlich bei mir" ...

B. Ich sollte hier jedoch relativieren und mich nicht nur kritisieren. Anerkannt wurde jedenfalls mein Engagement. (Ich sollte aber letztendlich nicht auf Anerkennung achten; dann somit allerdings auch nicht auf Nicht-Anerkennung).

Aber: es schmerzt.
Mir ist das Meinungsbild "meiner Kunden" nicht egal (auch wenn "es das Leben" ist). [Bei Unternehmen brechen auch die Kunden schmerzlich weg, ohne dass die Unternehmen oftmals etwas dafür können.]